SoLaWi

Bienen sind für ein funktionierendes Ökosystem unerlässlich. Doch Stressfaktoren wie Klimaveränderung, Agrargifte und Parasiten machen es notwendig, das Weiterleben der Honigbiene durch die Betreuung von Imker*innen zu sichern. Gerade die Zusammenarbeit mit anderen Landwirten wird in Zukunft immer wichtiger werden, da nur Bestäubung durch Bienen die guten Ernteerträge vieler Feldfrüchte gewährleisten kann.

Ohne Imker keine Bienen: Die Probleme, mit denen Bienen zu kämpfen haben, sind großteils menschengemacht; mehr denn je brauchen Bienenvölker heute also unseren Schutz. Aber wer sichert das Überleben der Imker*innen? Der Wert der Bestäubungsleistung eines gesunden Bienenvolks ist zwar enorm, jedoch unterliegt der Honig als einziges Produkt des Imkerhandwerks großem Preisdruck am freien Markt und die konstante Gefahr von Ernteausfällen durch Wetter, Pestizide oder Krankheiten erschwert den Imkereien zusätzlich ihre Planungssicherheit.

Die Idee der solidarischen Landwirtschaft schafft ein breites, sozio-ökologisches Verständnis für die Herkunft der Nahrungsmittel bei den Verbraucher*innen und gewährleistet zugleich Wertschätzung und ein Auskommen für die Erzeuger*innen. Das Ergebnis ist eine breite Sortenvielfalt an bestem Honig  und ein gemeinschaftliches Handlungsprinzip, das abseits von eigentumsorientierter Profitmaximierung ein gutes Leben für alle Beteiligten ermöglicht: Bienen und Menschen und Imker*innen.

Trotz der vielen Gründe für bedürfnis- und möglichkeitsorientiertes Imkern sind wir im Begriff, Pionierarbeit in Österreich zu leisten. Wir möchten Produzent*innen und Konsument*innen durch eine solidarische Finanzierungsform, mit Einblicken in die Produktion und gegebenenfalls unter Mithilfe näher zusammenbringen.

Es wird dabei mit den gela*-Betrieben Ochsenherz und Ouvertura kooperiert, die Wiener Umland bereits seit längerem in solidarischer Form Gemüse, Obst, Getreide und Eier produzieren. Auf diese Weise schließt sich der Kreis, denn was in der Landwirtschaft gilt, ist auf die menschliche Lebenswelt übertragbar: Ohne Bienen keine Früchte – und ohne Früchte keine Menschen.

Das Konzept solidarische Imkerei hat dich überzeugt? Du willst Anteil haben an dem, was dich ernährt? Möchtest Verantwortung für deine Umwelt übernehmen und dich von der Welt der Bienen faszinieren lassen?

So geht’s:
Verbraucher*innen werden zu Ernteteiler*innen, indem sie verbindlich für ein Jahr (Start mit 1.4.2018) die Honigerzeugung des Bienenzentrums Wien mitfinanzieren. Auch wird es möglich sein, zu arbeitsintensiven Zeiten einen Teil des sogenannten Ernteanteils durch Mitarbeit zu erwirken oder freiwillig mitzuhelfen. Ernteerfolge und Ernteausfälle werden dabei von allen getragen und einen Vorschuss von Honig aus der Vorjahresernte gibt es auch – damit niemand bis zum Sommer aufs Honigbrot warten muss! Wir gehen davon aus, dass ein Ernteanteil ca. drei Kilogramm Honig pro Jahr entspricht; in guten Jahren kann es allerdings wesentlich mehr sein. Die Ernteanteile werden an den verschiedenen Abholstellen in Wien, Gänserndorf und Mödling 2-3 mal im Jahr ausgegeben.

Preis: der Richtwert für einen Ernteanteil kann leider erst nach der Auswinterung der Bienenvölker mit Mitte März bestimmt werden. Wir gehen von einem Wert zwischen 55-60€ aus.

Sei dabei und melde dich unverbindlich an:

Anmeldung Ernteanteil